Bilder und Bericht zur SBM Tagung und Feier am 18.11.2017 in Hasselroth

Von A wie Abwechslung bis Z wie Zusatzprogramm

Der Süden feierte. 24 Motorsportler aus sieben Kategorien galt es in der vom MSC Neuenhasslau ausgerichteten Ehrung in Hasselroth-Niedermittlau auszuzeichnen. 17 Fahrerinnen und Fahrer waren mit dabei.

Rund 150 Sportler, Angehörige und Gäste waren gekommen, um in Niedermittlau die SBM-Ehrung 2017 und damit auch gleichzeitig das zu Ende gehende Bahnsportjahr zu feiern. Umrahmt wurde der abwechslungsreiche Abend durch zahlreiche Interviews mit den Akteuren und einem großen Programm, das von Rope Skipping über Chorgesang bis zur Trial-Vorführung in der Friedrich-Hofacker-Halle reichte.

64 Fahrerinnen und Fahrer suchten in diesem Jahr in sieben Kategorien ihre Meister. Nicht besetzt werden konnte die Klasse Junioren A, in der lediglich Tajo Groh gemeldet hatte. Trotzdem der Siebenjährige nicht zum Einsatz kam, ging er am Ende doch mit einem Pokal nach Hause – mit jenem seines Idols Michael Härtel, der ihn auch mit auf die Bühne brachte.

Zunächst war es allerdings Thomas Schiffner, der namens des MSC Neuenhasslau die Gäste begrüßte und gleichzeitig mitteilte, das der Verein 2018 erstmals nach zehn Jahren Abstinenz wieder in den Kreis der Bahnsport-Veranstalter zurückkehren und am 16. September ein Grasbahnrennen ausrichten wird. SBM-Vorsitzender. SBM-Vorsitzender Josef Frohnwieser freute sich, mit der Ehrung wieder einmal in Hessen („Einem in früheren Jahren Zentrums des deutschen Bahnsports“) zu sein: „Unter den Kollegen haben wir uns erinnert, wo hier überall gefahren wurde und kamen auf mindestens 16 Bahnen.“ Frohnwieser sagte, er bewundere den Mut des MSC Neuenhasslau und dessen Aktionsbereitschaft, das Rad der Geschichte zurückzudrehen und Rennen wieder aufleben zu lassen. Er wünschte dem Verein alles Gute.

Frohnwieser sprach – aus Sicht der Süd-Veranstalter und den gemeldeten Fahrern – von einem guten Jahr: „Wir sind von schweren Verletzungen verschont geblieben. Unsere Fahrer haben hervorragenden Bahnsport gezeigt und waren faire und kollegiale Sportkameraden.“ Thomas Schiffner und Susi Weber führten dann durch die eigentliche Ehrung, in der auch die Akteure zu Wort kamen. So war beispielsweise nicht nur von Mario Niedermeiers Laufbahn und dem – zugunsten des Bahnsports – endgültig ad acta gelegten Eishockeykarriere zu erfahren, sondern auch, dass Markus Venus‘ Ausflüge in den Moto Cross-Sport „ausschließlich Beiprogramm“ seien - und mit ihm auch künftig im Bahnsport zu rechnen ist. Für das Showprogramm und die Umrahmung sorgten DJ Michael Lauemann, die Rope Skipping Gruppe der Turngemeinschaft Neuenhasslau, der Chor „Modern Harmony“ der Sängervereinigung Neuenhasslau und Trialer Max Schüssler, der zum Ende des offiziellen Teils auch noch richtigen Motorsport-Geruch in die Halle brachte. In der Speedwaybar im Foyer konnte dann bis in den neuen Tag hinein gefeiert werden.

Änderungen, Funktionärsmangel und Neuwahlen

Speedway-Bundesliga künftig mit zweitem U21-Ausländer möglich. Nadine Frenk und Manuel Koch neu im SBM-Vorstand

17 Vereinsvertreter und 27 Personen aus Veranstalter-, Fahrer- und Angehörigenkreisen waren zur Veranstaltertagung gekommen, um gemeinsam mit dem Vorstand zurück-, vor allem aber vorauszublicken. Zu erfahren gab es angefangen von den Änderungen in der Speedway Bundesliga über den Apell der aktiven Suche nach neuen Funktionären bis hin zu den Erkenntnissen der Airfence-Vermietung einiges.

Auf Wunsch der Speedway-Bundesliga-Veranstalter hat sich laut Bahnsport-Fachausschuss-Vorsitzendem Christian Froschauer der Ausschuss darauf verständigt, künftig einen zweiten Ausländer in der Bundesliga zuzulassen. Voraussetzung ist die Zugehörigkeit zur U21-Klasse. „Es ist eine Frage des Geldes“, sagte Froschauer – und wies darauf hin, dass die Vereine künftig die Möglichkeit haben, einen deutschen oder einen ausländischen Fahrer zu benennen. Als Gastfahrer gelten 2018 Fahrer, die nur einen Einsatz im Jahr in der Bundesliga haben. Mit dieser Regelung soll auch mehr Team-Identität generiert werden. Froschauer wies die Fahrer darauf hin, dass sie nach Unfällen verpflichtet sind, eine Unfallberichtsmeldung online selbst auszufüllen. Ebenso gab er die Neubesetzung des Fachausschusses bekannt, dem – neben ihm als Vorsitzenden – Josef Hukelmann, Stephan Katt, Sascha Dörner Bernd Sagert, Tobias Kroner, Jasmin Singer-Scherhammer (ADAC), Markus Venus (AvD), Frank Ziegler (DMV), Jonathan Ziegler (DMSJ) und die Fachberater Peppi Rudolph, Josef Frohnwieser und Alfons Sagemiller angehören.

Gut entwickelt hat sich 2017 auch die Airfence-Verleihung. Heiko Zeiter, der den Verleih neben Silke Großhans seit diesem Jahr verwaltet, berichtete von 20 Verleihungen, Silke Großhans von einem guten Miteinander mit den Vereinen. Laut SBM-Vorsitzendem Josef Frohnwieser laufen bereits Überlegungen und Gespräche, wie es nach Ablauf der APD-Nutzungsdauer im Jahre 2019 für alle Veranstalter, die keine Airfence besitzen, weitergehen soll und wird. Deutlich problematischer ist die Entwicklung der Zahl der Funktionäre. Äußerst schwach besetzt sei man auf allen Positionen (Rennleiter, Sportkommissar, Schiedsrichter, Techniker), erläuterte Frohnwieser. Er bat eindringlich darum, neue Leute zu den entsprechenden Seminaren zu entsenden. Froschauer wies darauf hin, dass mit der Besetzung der Positionen mit Funktionären aus dem Norden auch die Kosten für die Veranstalter steigen. Später warnte der Bahnausschuss-Vorsitzende auch vor offenen Fahrerlagern und deren Gefahren: „Laut FIM-Gesetz haben Minderjährige in Fahrerlagern nichts verloren. Egal, ob mit oder ohne Begleitung. Das ist eine Versicherungs-Geschichte.“

Veränderungen gab es bei den turnusgemäßen Wahlen für den SBM-Vorstand. Peppi Rudolf (Jugend- und Juniorenbereich) und Thomas Schiffner (Printmedien) stellten sich nicht mehr zur Wahl. Für sie rückten Nadine Frenk und Manuel Koch nach. In ihren Ämtern für die kommenden beiden Jahre bestätigt wurden Vorsitzender Josef Frohnwieser, Fahrersprecher Marco Hundsrucker (für ein Jahr), Kassenprüfer Heiko Zeiter und Schatzmeister Klaus Dudenhöffer, der der Versammlung zuvor schon einen Kassenbericht mit „einem kleinen Plus“ in Höhe von knapp 500 Euro präsentierte. Aktualisiert, abgestimmt und besprochen wurde auch der vom stellvertretenden Vorsitzenden Joachim Ohmer zusammengestellte Terminkalender. Er wird künftig auf der Homepage der SBM zu finden sein. 2019 wird die SBM-Tagung und –Ehrung in Landshut stattfinden. Ein genaues Datum ist noch nicht bekannt.

SBM-Endstände:

I-Lizenz Solo: 1. Michael Härtel (13 Gesamtpunkte, 13 gewertet), 2. David Pfeffer(13/13), 3. Max Dilger (12/12), 4. Marcel Dachs (12/12), 5. Martin Smolinski (5/5), 6. Markus Eibl (5/5).

I-Lizenz Seitenwagen: 1. Markus Venus/ Markus Heiß (52/ 30), 2. Markus Brandhofer/ Tim Scheunemann (39/27), 3. Kevin Hübsch/ Michael Burger (36/ 23), 4. Manuel Meier/ Melanie Schrempp (22/19), 5. Martin Brandl/ Hermann Brandl (12/ 12), 6. Florian Kreuzmayr/ Nicole Balz (11/ 11).

U 21: 1. Mario Niedermeier (6/6), 2. David Pfeffer (5/5), 3. Ethan Spiller (5/5), 4. Josef Nebauer (4/4), 5. Marcel Bicher (4/4), 6. Daniel Spiller, Marius Hillebrand, Philipp Schmuttermayr, Sandro Wassermann und Sebastian Trapp (alle ohne Einsatz).

B-Lizenz Solo: 1. Dennis Helfer (21/21), 2. Marc Herter (12/12), 3. Stefan Drofa (8/8), 4. Rudi Eichenlaub (7/7), 5. Jamie Isherwood (4/4), 6. Philipp Schmuttermayr (3/3), 7. Frank Ernst (2/2), 8. Sebastian Trapp (2/2), 9. Michael Wenninger und Marius Hillebrand (beide ohne Einsatz).

Formularbeginn

B-Lizenz Seitenwagen: 1. Raphael San Millan/ Benedikt Zapf (29/29), 2. Roman Löffler/ Patrick Fischer (29/27), 3. Michael Kolb/ Nadin Pierick (15/15), 4. Udo Poppe/ Martin Weick (14/14), 5. Sebastian Kehrer/ Patrick Lepnik (13/13), 6. Oswald Bischoff/ Mario Siebert 10/10), 7. Maximilian Klaas/ Hans-Peter Much (2/2), 8. Patrick Zwetsch/ Victor Caric (2/2), 9. Sebastian Rösler/ Jürgen Rösler (1/1), 10. Uwe Schreiner/ Bernd Schreiner (1/1), 12. Frank Zeiler/ Thomas Berndt (0/0), 13. Wolfgang Diehr/ Theresia Hölper (ohne Einsatz).

Formularbeginn

Junior B: 1. Erik Bachhuber (63/48), 2. Alexandra Schauer (52/39), 3. Maximilian Troidl (36/36), 4. Julian Kuny (45/35), 5. Manuel Thalmann (22/21), 6. Sebastian Adorjan (21/20), 7. Luca Kastner (17/17), 8. Tobias Wunderer (15/15), 9. Laura Linner (14/14), 10. Cyril Hofmann (11/11), 11. Sarah Fischer (10/10), 12. Sebastian Kössler (6/6), 13. Maximilian Gammel (5/5), 14. Patricia Erhart (4/4), 15. Leonie Weinhold, Eric Puffer, Toni Eichhorn und Patrick Hyjek (alle 0/0).

Junior C: 1. Celina Liebmann (42/42), 2. Jonas Wilke (30/30), 3. Maximilian Troidl (20/20), 4. Leon Maier (15/15), 5. Julian Brielmeier (11/11), 6. Maximilian Pongratz (10/10), 7. Tim Wunderer (6/6), 8. Mario Niedermeier (ohne Einsatz).

Sonderehrungen für Michael Härtel (Langbahn Vizeweltmeister Einzel und Weltmeister Team), Martin Smolinski (Langbahn-Teamweltmeister), Raphael San Millan/ Benedikt Zapf (Langbahn-Pokalsieger Seitenwagen), Daniel Spiller (Deutscher Speedway-Meister U21), Celina Liebmann (2. Platz FIM Youth Gold Trophy Longtrack 250 ccm), Erik Bachhuber (Deutscher Meister Junior B 125ccm).

Die deutschen Prädikate

Noch unberücksichtigt der internationalen Termine wurden bei der SBM-Veranstaltertagung Mitte November folgende Termine für die deutschen Prädikate bekannt gegeben:

DMSB Meisterschaft Eisspeedway: 1. März, Berlin

DMSB Speedway Paar Cup: Termin noch nicht bekannt, Wittstock

DMSB-Meisterschaft U21: 14. Oktober, Landshut

DMSB-Meisterschaft Seitenwagen: 18. August, Bad Hersfeld

DMSB Langbahn-Pokal Seitenwagen: 27. Mai, Osnabrück

Deutsche Langbahn-Meisterschaft Solo: 2. September, Scheeßel

DMSB Langbahn-Pokal Solo: 7. Oktober, Lübbenau

Deutsche Speedway Meisterschaft: 7. Juli, Güstrow

Speedway-Bundesliga: 28. April, Wittstock, 1. Mai Brokstedt, 5. Mai, Stralsund, 9. Juni, Stralsund, 16. Juni, Landshut, 23. Juni, Wittstock, 1. Juli, Brokstedt, 3. Oktober, Finale 2 (beim Ersten der Vorrunde)

Internationale Prädikate in Deutschland

Mit Ausnahme der Eisspeedway-Termine noch nicht bestätigt sind die FIM-Termine für 2018. Auch die FIM Europe-Termine standen bis zum Redaktionsschluss noch nicht fest. Die genannten Termine sind daher vorbehaltlich der Bestätigung der Verbände

Eisspeedway-WM: 3./4. März, Berlin, 17./18. März Inzell

Langbahn-WM: 10. Mai, Herxheim (Finale 1), 10. Juni, Bielefeld (Langbahn WM-Challenge), 30. September, Mühldorf (Finale 5)

Speedway-WM: 21. Mai, Abensberg (WM-Qualifikation), 22. September (GP)

Langbahn Youth Gold Trophy 250 ccm: Juli oder August, Wittstock

Seitenwagen-Europameisterschaft: 21. Juli, Werlte

Junioren-EM U 21 : 15. September, Stralsund (Finale)

 

 

 

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